Sehenswürdigkeiten in Berlin
Brandenburger Tor: Berlins berühmtestes Wahrzeichen liegt im historischen Zentrum Berlins. Das Tor ist 20 Meter hoch und 65 Meter breit und wurde im späten 18. Jahrhundert am westlichen Stadtrand errichtet. Auf dem Tor steht die 5 Meter hohe Statue eines mit Pferden bespannten Wagens, gelenkt von der Siegesgöttin Victoria. Bei der Reichsgründung 1871 und bei der Machtergreifung Hitlers 1933 fanden am Brandenburger Tor Paraden und Aufmärsche statt. Das Tor stand damals im Osttteil und direkt dahinter verlief die Mauer. Hier fiel auch das erste Mauerstück und am 3.Oktober 1990 wurde das große Wiedervereinigungsfest gefeiert. Vor dem Brandenburger Tor liegt der Pariser Platz, dessen Attraktion das neu erbaute Luxushotel Adlon ist.
Potsdamer Platz: Der Platz liegt südlich des Brandenburger Tors und während der Teilung verlief genau hier die Mauer. Nach der Wiedervereinigung war der Potsdamer Platz die „größte Baustelle Europas“. Hier entstanden riesige Bürokomplexe, zum Beispiel der Hauptsitz der Deutschen Bahn. Außerdem sind etlich Geschäfte in den Arkaden zu finden, Restaurants, IMAX-Kino (3D), das Musicaltheater (zur Zeit Blue Man Group), Sony Center u.v.m.
Schlossplatz: Das Berliner Stadtschloss wurde im 15. Jhd. Errichtet, wurde aber im Krieg völlig zerstört. In den 60er und 70er Jahren wurde der Schlosplatz als Regierungszentrum umfunktioniert und anstelle des Schlosses wurde hier der „Palast der Republik“ errichtet. Das goldbraun verglaste Gebäude ist seit 1990 Asbest verseucht (deshalb seitdem geschlossen) und war früher Sitz der Volkskammer, Repräsentationsgebäude und Freizeitzentrum. Gegenüber des Palastes liegt der „Berliner Dom“. Die verzierte, monumentale Kirche stammt aus dem 19. Jhd. Und ist die Begräbnisstätte der preußischen Herrscherfamilie Hohenzollern.
Museumsinsel: Die Museumsinsel nimmt den nördlichen Teil der Spreeinsel ein. Die Museumslandschaft besitzt Weltruf und wird zum Beispiel mit dem Pariser Louvre oder dem Britischen Museum in London verglichen. Im 19. Jahrhundert entstand die Museumsinsel, um die königlichen Kunstschätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Museen sind teilweise noch geschlossen, weil seit der Wiedervereinigung viel gabaut und restauriert wird. Schwerpunkte der Museumsinsel sind Sammlungen aus Antike und Archäologie. Insgesamt gibt es 5 Museen: das „Alte Museum“, das „Neue Museum“, die „Alte Nationalgalerie“, das „Pergamon Museum“ und das „Bodemuseum“. Sie erinnern an griechische Tempel.
Alexanderplatz: Der Platz, kurz auch „Alex“ ganannt, wurde im 13. Jhd. Angelegt und war der städtebauliche Mittelpunkt Ost-Berlins. Im Krieg wurde der Alex völlig zerstört und in den 60er Jahren wurden hier sehr klotzige Bauten hingesetzt. Auf dem Platz wurde eine Weltzeituhr aufgestellt, damit es nicht so trostlos aussieht. Außerdem gibt es am Alex den „Fernsehturm“, in dem sich ein Café befindet und das „Rote Rathaus“. Der mächtige Backsteinbau ist Sitz des Regierenden Bürgermeisters und Sitz des Senats von Berlin.
Tiergarten: Der Tiergarten erstreckt sich westlich des Brandenburger Tors und liegt heute mitten in der Stadt von Berlin. Er ist der größte Park der Innenstadt und bietet Wiesen, See, Spazierwege, Dankmäler und Skulpturen. Quer durch den Tiergarten verläuft die „Straße des 17. Juni“. In der Mitte der Straße befindet sich der Verkehrsknotenpunkt „Großer Stern“ mit der 69 Meter hohen Siegessäule mit der goldenen Siegesgöttin Viktoria.
Reichstag: Das Gebäude wurde nach der Reichsgründung errichtet. Direkt hinter dem Reichstag verlief die Mauer. Hier wurde 1918 die Republik ausgerufen, der berühmte Reichstagsbrand 1933 führte zu Hitlers Ermächtigungsgesetzen, 1945 wurde hier die sowjetische Flagge gehisst und 1990 die Wiedervereinigung gefeiert. Der Reichstag ist heute restauriert und mit einer begehbaren Glaskuppel versehen und Sitz des Deutschen Bundestages. Ein Paar hundert Meter weiter wurde das Kanzleramt und weitere Regierungsgebäude errichtet. Den Reichstag kann man besichtigen. Aber die Warteschlangen sind immer sehr lang und man sollte etwas mehr Zeit einplanen.
Kurfürstendamm: Die berühmte Hauptstraße wird auch kurz „Kudamm“ genannt und ist 3,5 km lang. Der Kudamm ist von zahlreichen Geschäften, Restaurants und Theatern gesäumt. Das berühmteste Kaufhaus am Kudamm ist das „Kaufhaus des Westens“ (KadeWe?) am Wittenbergplatz, welches auch als eines der größten Kaufhäuser Europas zählt. Am Ende des Kudamms steht die berühmte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die Kirche wurde 1943 bei einem Bombenangriff zerstört und heute steht nur noch die kaputte Turmruine. Etwas hinter der Kirche liegt das Europa Center, auch ein Einkaufs-und Vergnügungszentrum, das in den 60er Jahren entstanden ist.
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